Schrunden (Rhagaden) – schmerzhafte Risse an den Füßen

Schrunden, medizinisch Rhagaden, sind tiefe Risse in der Haut, die häufig an den Fersen auftreten. Sie entstehen meist auf dem Boden starker Hornhaut und können nicht nur unangenehm, sondern auch schmerzhaft sein. Unbehandelt besteht zudem ein erhöhtes Risiko für Entzündungen und Infektionen.

Wie entstehen Schrunden? – Ursachen im Überblick

Schrunden entstehen vor allem durch stark verhornte, trockene und wenig elastische Haut. Typische Ursachen sind:

  • starke Hornhautbildung (Hyperkeratose)

  • trockene Haut und Feuchtigkeitsmangel

  • falsches oder schlecht sitzendes Schuhwerk

  • offene Schuhe oder Barfußlaufen

  • Übergewicht oder Fehlstellungen des Fußes

  • mangelnde oder falsche Fußpflege

Auch äußere Einflüsse wie Kälte oder häufiges Duschen können die Haut zusätzlich austrocknen.

Typische Symptome von Schrunden

Schrunden zeigen sich meist durch:

  • sichtbare Risse in der Haut, häufig an der Ferse

  • Spannungsgefühl oder Druckschmerz

  • Schmerzen beim Gehen oder Stehen

  • gelegentlich Blutungen bei tiefen Rissen

Je tiefer die Schrunde, desto größer ist das Risiko, dass Keime eindringen und Entzündungen entstehen.

Wer ist besonders betroffen?

Schrunden treten gehäuft auf bei:

  • Menschen mit sehr trockener Haut

  • Senioren

  • Personen mit Übergewicht

  • Menschen mit Diabetes oder Durchblutungsstörungen

  • Personen, die viel stehen oder gehen

  • Menschen mit Fußfehlstellungen

Gerade bei Risikopatienten sollten Schrunden frühzeitig behandelt werden.

Behandlung von Schrunden – was hilft wirklich?

Die Behandlung richtet sich nach Tiefe und Ausprägung der Schrunden. Eine podologische Behandlung ist besonders sinnvoll, da sie fachgerecht und schonend erfolgt. Dazu gehören:

  • kontrollierte Abtragung überschüssiger Hornhaut

  • Glättung der Hautränder

  • Druckentlastung bei Bedarf

  • Empfehlung geeigneter Pflegeprodukte

Bei tiefen, schmerzhaften Schrunden kann eine regelmäßige podologische Betreuung notwendig sein.

Hausmittel und Selbstbehandlung – mit Vorsicht

Pflegende Fußcremes mit Urea (Harnstoff) oder feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen können bei leichten Schrunden helfen.
Von scharfen Hornhautraspeln, Hobeln oder aggressiven Hausmitteln ist jedoch abzuraten, da sie die Haut zusätzlich verletzen und Infektionen begünstigen können.

Schrunden vorbeugen – so bleiben die Füße gesund

Zur Vorbeugung von Schrunden empfehlen sich:

  • regelmäßige, schonende Fußpflege

  • tägliches Eincremen mit feuchtigkeitsspendenden Produkten

  • gut sitzende, geschlossene Schuhe

  • Vermeidung von Barfußlaufen auf harten Böden

  • frühzeitige podologische Behandlung bei starker Hornhaut

Wann sollte man bei Schrunden zum Podologen?

Spätestens bei schmerzhaften, tiefen oder wiederkehrenden Schrunden ist ein Besuch beim Podologen ratsam. Besonders Diabetiker und Menschen mit Durchblutungsstörungen sollten nicht selbst behandeln, sondern fachliche Hilfe in Anspruch nehmen, um Komplikationen zu vermeiden.